Was wurde aus „ISEK“?

Mit großem Aufwand und unter Mitwirkung vieler interessierter Bürger wurde es 2014/15 erarbeitet: das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für Sulzbach-Rosenberg. Stadtratsfraktion und Mitglieder des gemeinsamen Wahlvorschlags von FDP und FWS trafen sich, um zu diskutieren, was daraus geworden ist.

38 Projekte umfasste das ISEK, das am 23. Juni 2015 vom Stadtrat einstimmig verabschiedet wurde. Das ging von Kleinigkeiten wie zusätzlichen Sitzgelegenheiten in der Rosenberger Straße bis zu Großprojekten wie der Umgestaltung der Storg-Kreuzung. Davon seien bisher ganze drei umgesetzt, stellten die Kommunalpolitiker fest: zusätzliche Pendlerparkplätze am Bahnhof, die Fahrradbügel in der Sulzbacher Altstadt und das öffentliche WLAN, wenn auch mit eingeschränkter Funktionalität und Reichweite. Die anderen 35 Projekte seien überwiegend nicht einmal begonnen, geschweige denn umgesetzt. Dazu gehören die Zwischennutzungsagentur für leerstehende Ladengeschäfte, eine überarbeitete Gestaltungssatzung, ein behindertengerechter Umbau der Innenstadtstraßen und die wohnlichere Gestaltung des Kugelplatzes.

Der Kugelplatz war ein Schwerpunkt der Anwohnerbeteiligung. Die betroffenen Bürger hatten eine Reihe von Vorschlägen gemacht, um mehr Grünanlagen und eine bessere Verkehrsführung zu erreichen. Deshalb besichtigten die Mitglieder von FDP und FWS ihn, um zu sehen, was aus den Vorschlägen geworden ist. Das Fazit: „Die Stadtverwaltung unter Michael Göth hat die Projekte in der Schublade verschwinden lassen“, stellte Stadtrat Karl-Heinz Kreiner fest. Soll denn die Beschäftigung der Firma u.m.s, die das ISEK ja nicht kostenlos betreut hat, umsonst herausgeworfenes Geld gewesen sein?


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