Klares Bekenntnis zum St. Anna Krankenhaus

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels und Kritik an der im internationalen Vergleich hohen Zahl an Krankenhäusern in Deutschland hatte die FDP Amberg-Sulzbach zur Podiumsdiskussion in das St. Anna Krankenhaus eingeladen. Thema war die „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“. Vor der Veranstaltung, die unter großer Öffentlichkeitsbeteiligung stattfand – wir berichteten – , führte Klinikvorstand Klaus Emmerich den Besucher, MdB Prof. Andrew Ullmann (FDP), Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags, zusammen mit Vertretern der örtlichen Liberalen durch die Klinik. Die Kreisräte der FDP/FWS und Christian Weiß, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands, gaben ein klares Bekenntnis zur Bedarfsnotwendigkeit des St. Anna-Krankenhauses ab.

Sulzbach-Rosenberg. „Ländliche Regionen haben es verdient, eine gleiche gute Gesundheitsversorgung zu haben wie städtische Regionen“, so Prof. Ullmann, Mitglied des Bundestags, in seinem Statement nach Besichtigung der Klinik. Krankenhausvorstand Klaus Emmerich bemerkte: „In Bezug auf Anzahl und Dichte von Krankenhäusern fehlt in Deutschland ein gesundheitspolitisches Alternativkonzept für die Regionen, die ihren Beitrag zur vermeintlich qualitativ besseren Gesundheitsversorgung leisten sollen. Hier sind Landes- und Bundesgesundheitsminister gefordert, ein plausibles und flächendeckendes Gesundheitskonzept für die Zukunft zu entwickeln.“ Verwaltungsrat Martin Pöllath pflichtete bei und ergänzte: „Erster und zentraler Baustein einer funktionierenden Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ist die Existenz eines Krankenhauses.“

Im fachlichen Gespräch war man sich darüber einig, dass es für komplexe Probleme keine einfache Lösung geben könne. Die einfache Schließung der Hälfte der Krankenhäuser wie in einer kürzlichen Studie angedacht ist sicher nicht zielführend. Entscheidend sei die Bedarfsnotwendigkeit einer Klinik in der Region. Das müsse genau differenziert werden. Viel drängender als die aktuelle Diskussion über die Zahl von Kliniken sei aber der Fachkräftemangel, der sowohl den stationären, als auch den ambulanten Versorgungssektor immer mehr unter Druck setzt. Beim Pflegepersonal „sind wir im Vergleich zu Ballungszentren aber noch gut daran. Im Anna Krankenhaus sind alle Vollzeitstellen besetzt“, so der Krankenhausvorstand.

Nach der Podiumsdiskussion, die im Anschluss im großen Konferenzraum stattfand, riefen 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein, Kreisrat Hans Pickel und FDP-Ortsvorsitzender Christian Weiß dazu auf, sich rege an der Petition „Stoppt das Krankenhaussterben im ländlichen Raum“ zu beteiligen. Unterschriftenlisten lägen in Rathäusern, Arztpraxen und den Krankenhäusern auf.


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