Hochwasserschutz, Energiepolitik und Nachhaltigkeit

Leerstandsbekämpfung in der Innenstadt ist besser, als auf der grünen Wiese zu bauen!“ FDP-Ortsvorsitzender und Bezirkstagskandidat Christian Weiß leitete mit seiner Forderung zum Thema des Vortrags und Diskussion über eine liberale Umweltpolitik ein. Aus ganz Bayern waren dazu die Mitglieder des FDP-Landesfachausschusses Umweltpolitik in die Herzogstadt gekommen, um über Hochwasserschutz, Energiepolitik und Nachhaltigkeit mit den eingeladenen Umweltschutzverbänden aus dem Landkreis zu diskutieren.

Prof. Dr. Christoph Eipper, Sachverständiger für gewerbliche Umweltrisiken im hydrologischen Bereich sowie Umweltgutachter, sprach mit Blick auf den Schlackenberg an, nichts spreche dagegen, die Schlacke in entsprechender Mixtur für den Straßenbau zu verwenden. In NRW wurde dafür eine gesetzliche Grundlage geschaffen, um die alte Schlacke wiederzuverwenden. Mit Blick auf das Landtagswahlprogramm der Liberalen, berichtete Eipper von der Forderung nach einem natürlichen Hochwassermanagement. „Dort wo Hochwasserrisiko besteht, darf unserer Ansicht nicht gebaut werden. In Bayern ist das derzeit noch genau das Gegenteil!“

Im Herbst wollen die Liberalen auch die Abgabenlast für Stromselbsterzeuger abschaffen, die gleichzeitig Stromselbstverbraucher sind. „Denn eine dezentrale Energieversorgung entspricht der liberalen Denke“, so Eipper – auch wenn es hier noch dicke Bretter gegen den Einfluss der großen Stromversorger auf die Politik zu Bohren gäbe. In der Dieseldebatte forderte er mehr Wissenschaftlichkeit und Sachverstand: Der Verbot von Dieselfahrzeugen sei „blinder Aktionismus“, da der meiste Feinstaub in den Städten vom Boden aufgewirbelt würde. Eine Reduzierung der Belastung durch Verbote habe geringe bis keine nennenswerten Verbesserungen, während eine Nassreinigung der Straßen ein weit größeren Effekt hätte.

Als sich die Diskussion zu lokalen Themen hin bewegte, sprach Christian Weiß die Pläne für das Waldbad an. Nicht nur forderte er, mehr Energie über Solarpanels zu gewinnen, sondern endlich auch über eine Wärmerückgewinnung aus Brauchwasser zu reden: „Hier könnten wir bis zu 60% der Energie aus dem Brauchwasser zurückgewinnen, die sonst im Kanal verschwinden.“


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