FDP stellt Wahlkreiskandidaten auf

Dr. Moritz Pöllath, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, begrüßte die Mitglieder der beiden Kreisverbände zur Aufstellungsversammlung der Kandidaten für Land- und Bezirkstag im Wahlkreis 301. „Wir haben in Amberg und Amberg-Sulzbach viele und vor allem junge Neumitglieder gewonnen“, sagte Pöllath, „das ist sogar in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin aufgefallen!“ FDP-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lechte, leitete, bevor er seinen Bericht aus Berlin halten konnte, zunächst die Aufstellung der Kandidaten. Zum Wahlkreisbewerber für den Landtag wurde Markus Hochholdinger aus Amberg gewählt. Der 22-jährige studiert Medientechnik an der OTH Amberg. Seine Themen sind Bildung und „E-Government“, also die Erledigung von Behördengängen per Internet.

Der Wahlkreiskandidat für den Bezirkstag ist der Zimmermeister Christian Weiß (32) aus Sulzbach-Rosenberg. Er setzt sich für das soziale Miteinander sowie für die Förderung des Ehrenamtes und die Vereinsarbeit  ein. Als zweiter Kandidat für die Landtagsliste wurde Kilian Taubmann gewählt. Sein Thema ist die Digitalisierung. Hier sieht der 31-jährige Industrieberater große Chancen für den ländlichen Raum, wenn die benötigte Infrastruktur geschaffen wird. Denn durch die Digitalisierung könne der ländliche Mittelstand gestärkt werden, weil es keine Rolle mehr spiele, ob ein Softwareentwickler in München oder in Ammerthal arbeite. Als weiterer Kandidat für den Bezirkstag wurde der Informatiker Jens Rohn aus Amberg gewählt.

Die zahlreichen anwesenden Parteimitglieder wollten natürlich von ihrem Bundestagsabgeordneten wissen, wie es bei den „Jamaica“-Verhandlungen zugegangen sei und warum die FDP-Unterhändler diese Verhandlungen abgebrochen hätten. Zunächst, so berichtete Lechte, hätte die Kanzlerin die Parteiprogramme nebeneinander gelegt, um zu sehen, was es an Gemeinsamkeiten gebe. Das sei sehr wenig gewesen. Dann habe Merkel die Devise ausgegeben: Wenn wir uns nicht einig sind, machen wir es wie bisher. Das wäre auf eine Fortsetzung der Politik der Großen Koalition hinausgelaufen – für Grüne wie FDP unannehmbar. Schließlich habe man fünfeinhalb Wochen in Arbeitsgruppen diskutiert, wobei vieles, worauf sich die Arbeitsgruppen geeinigt hätten, in der „Elefantenrunde“ beim Kanzleramt wieder gekippt worden sei. Am Ende habe es ein Papier mit 235 ungelösten Streitpunkten auf 65 Seiten gegeben. So etwas sei doch keine Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. „Politische Leitlinien oder inhaltliche Festlegungen sind von der Kanzlerin zu keiner Zeit gekommen“, bedauerte Lechte. Auch die geschäftsführende Bundesregierung habe die Arbeit weitgehend eingestellt: „Wir haben immer noch keinen Haushaltsentwurf für 2018. Das nimmt der Bundestag jetzt selbst in die Hand.“


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