FDP bei Optik Klenk

„Handwerk und Mittelstand stellen nach wie vor die meisten Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein bei der Begrüßung. Dienstleistungen vor Ort wären ohne mittelständische Betriebe nicht denkbar. Vor der Konkurrenz durch das Internet hat von Klenck keine Angst, obwohl der „Beratungsdiebstahl“ insbesondere bei Sonnenbrillen schon zu spüren sei: „Wir sind der Showroom fürs Internet“. Die Anpassung einer Brille oder gar von Kontaklinsen setze aber technische Ausrüstung und Know-How voraus, die nur der Fachmann vor Ort am Kunden leisten kann.

Nur etwa 50% der Kunden kommen mit einer Brillenverschreibung vom Augenarzt, berichtete der Optiker. Daher können alle optischen Messungen im Haus gemacht werden. Das Aberrometer zum Beispiel misst die Linsenfehler (Dioptrie) und auch viele Abbildungsfehler. Diese objektive Messung berücksichtigt aber nicht die individuelle Hirnleistung, durch die aus dem optischen Signal von der Netzhaut im Kopf ein Bild entsteht. Deshalb arbeitet auch der Augenoptiker mit den altbekannten Buchstaben und Zahlen, die an die Wand projiziert werden – heute natürlich rechnergesteuert und bei Optik Klenck auch in 3D Simulation.

Brillengläser sind heute zu 90% aus optischen Spezialkunststoffen, die durch einen höheren Brechungsindex dünner und außerdem leichter als Glas gefertigt werden können. Sie werden beim Optiker für das vom Kunden ausgewählte Brillengestell eingeschliffen oder gebohrt. Auch hier ist Optik Klenck auf dem neuesten Stand der Technik, da die Qualitätsanforderungen auch hier sehr hoch sind: „Das beste Glas nützt nichts, wenn es schlecht eingeschliffen ist“, sagt von Klenck. Dann stimmt vielleicht die Glaszentrierung nicht mit dem Augenabstand überein, und der Kunde erreicht nicht die optimale Sehschärfe.

Zum Schluss räumte der Experte mit zwei populären Irrtümern auf: Durch die Brille werde das Auge nicht „faul“. Der Eindruck, man könne nach längerem Tragen der Brille ohne Sehhilfe schlechter sehen als vorher, entstehe dadurch, dass man vorher an das schlechte Sehen gewöhnt gewesen sei. Dass insbesondere Kinder heute häufiger eine Brille brauchen als früher, läge auch nicht nur an zu vielem Lesen oder Fernsehen, sondern an etwas ganz anderem: Wenn Kinder täglich mindestens zwei Stunden an der frischen Luft seien, würden sie wesentlich seltener kurzsichtig. Die Besucher von FWS und FDP staunten und dankten von Klenk für die interessante Besichtigung.


Neueste Nachrichten