FDP-Abgeordneter informiert sich über Probleme im Rettungsdienst

21 430 Einsätze fuhren sie 2019, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Rettungswache des Roten Kreuzes: Bundestagsabgeordneter Uli Lechte (FDP) informierte sich über ihre Arbeit.

„Bei der Diskussion um die Gesundheitsfürsorge denkt man oft nicht an den Rettungsdienst“, sagte Chefarzt Dr. Michael Scherer, „dabei kann jeder der Nächste sein, der den Rettungsdienst benötigt.“ Über 40 Haupt- und Ehrenamtliche arbeiteten mit gleicher Professionalität in der Rettungswache Sulzbach-Rosenberg zusammen, um diese Leistung zu stemmen. Für Großeinsätze, etwa bei schweren Unfällen oder Naturkatastrophen, gibt es ein sogenanntes Aufwuchssystem, mit dem zusätzliche Ehrenamtliche nach Bedarf nachgeschoben werden.

Rettungsdienstleiter Erwin Gräml führte den Abgeordneten und die Kandidaten des gemeinsamen Wahlvorschlags von FDP und FWS durch die Rettungswache. Sulzbach-Rosenberg ist ein zentraler Standort des BRK. Hier sind zusätzlich auch Bergwacht und Wasserwacht sowie Fahrzeuge und Ausrüstung für Großveranstaltungen stationiert.

Viele Anliegen hatten die Aktiven an die Politik. Durch die fortschreitende Schließung ländlicher Krankenhäuser seien nicht nur die Rettungszeiten gefährdet. Es komme auch immer häufiger vor, dass Kliniken keine Notfallpatienten mehr aufnehmen. Außerdem reiche das von den Krankenkassen seit 2019 gedeckelte Budget für die immer längeren Fahrten nicht mehr. Eine ganz spezielle Bitte hatte Kreisbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein an den Gast aus Berlin: Das Bayerische Rote Kreuz ist als einziger Landesverband kein Verein, sondern eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Aufgrund neuer höchstrichterlicher Urteile können Spenden an Körperschaften möglicherweise in Zukunft nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden. Uli Lechte sagte zu, sich zu bemühen, dass dies durch eine gesetzliche Regelung verhindert wird.

Hier gehts zum Link von ONetz:

https://www.onetz.de/oberpfalz/sulzbach-rosenberg/fdp-abgeordneter-uli-lechte-informiert-ueber-probleme-rettungsdienst-id2986776.html


Neueste Nachrichten