Lokalpolitische Agenda der Liberalen

Ich liebe meine Heimatstadt. Aber damit das so bleibt, müssen wir sie weiterentwickeln.“ Mit diesen Worten lud 3. Bürgermeister Hans-Jürgen Reitzenstein die politisch interessierten Bürger von FDP und FWS ein, sich für Sulzbach-Rosenberg einzusetzen.

„Wir haben schon viel erreicht, um der Stadt den Weg in die Zukunft zu ebnen“, stellte Reitzenstein fest. Er erinnerte daran, dass auf Initiative seiner Fraktion im Kulturamt eine Fachkraft für Stadtmarketing eingestellt wurde: „Davon versprechen wir uns neue Impulse zur Attraktivitätssteigerung und Imageverbesserung.“

Es bleibt aber noch viel zu tun, um die Herzogstadt zukunftsfähig und noch attraktiver für Familien und Unternehmen zu machen. „Wir brauchen mehr Wohnraum“, betonte FDP-Ortsvorsitzender Christian Weiß. Das bedeute weitere Baugebiete, aber auch die Belebung von Leerständen in den Ortskernen von Sulzbach und Rosenberg. Vor allem durch den Ausbau von Dachgeschossen ließen sich günstig neue Wohnungen schaffen, ebenso durch Sanierung von Gebäuden.

Stadtrat Karl-Heinz Kreiner wies darauf hin, dass Familien Kindergärten und Schulen brauchen. Als sehr positiv hob er hervor, dass im Schlössl zwei weitere Gruppen entstehen und weitere Betreuungsplätze im Waldkindergarten. Trotzdem müssten wohl in näherer Zukunft noch mehr Kindergartenplätze geschaffen werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Politiker waren sich einig, dass Sulzbach-Rosenberg eine großartige Schulstadt ist. „Schulen sind ein wichtiger Standortfaktor für ansiedlungswillige Betriebe und Zuzüge von Familien!“, sagte Achim Groth. Deshalb seien die Investitionen in die Schulen zugleich Investitionen in die Zukunft der Stadt. „Wir profitieren hier mit der Walter-Höllerer-Realschule , der Berufsschule, dem HCA-Gymnasium und dem SFZ von den Einrichtungen des Kreises“, ergänzte Kreisrat Dr. Martin Pöllath, „da ist unsere Kreisumlage, genau wie beim Sankt-Anna-Krankenhaus, gut angelegt.“ Aber auch die städtische Krötenseeschule müsse saniert werden. „Wir müssen jetzt anfangen zu planen, denn es muss zuerst die Entscheidung fallen ,Generalsanierung oder Neubau“, mahnte Reitzenstein, „denn ein so großes Projekt hat drei bis vier Jahre Vorlauf, damit alle Ausschreibungen ordnungsgemäß ablaufen können.“

Es bleibt aber noch viel mehr zu tun, stellten die engagierten Bürger fest. Immer wieder, erinnerte Reitzenstein, mahne seine Fraktion die Einrichtung eines Parkleitsystems an. Das sei im ISEK schon 2014 beschlossen worden. Die erforderlichen Pläne liegen vor, die Mittel stehen bereit, aber „es passiert nichts!“ Unbedingt nötig wäre auch die Einrichtung von Pendlerparkplätzen auf dem ehemaligen Baywagelände am Bahnhof.

Dringenden Handlungsbedarf sehen die Liberalen auch bei der weiteren Digitalisierung der Verwaltung hin zum „Digitalen Bürgerportal“. Es müsse möglich sein, Verwaltungsangelegenheiten online zu erledigen. „Da hinken wir der allgemeinen Entwicklung hinterher“, bedauerte Reitzenstein. Unbedingt sinnvoll wäre auch eine Mängelmelder-App. Wenn irgendetwas in der Stadt nicht in Ordnung ist, müsste man dann nicht mühsam den richtigen Ansprechpartner suchen, sondern die App leitet die Meldung automatisch an die zuständige Stelle weiter. „Digitalisierung der Verwaltung bedeutet, dass wir zusätzliche Möglichkeiten schaffen wollen, wie man mit der Verwaltung Kontakt aufnehmen kann“, betonte Dr. Pöllath, „natürlich muss es auf jeden Fall auch möglich sein, alle Angelegenheiten wie bisher persönlich oder telefonisch zu erledigen.“

Schließlich fasste Reitzenstein zusammen: „Wir setzen uns weiterhin tatkräftig für unsere Stadt und ihre Bürger ein.“


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